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15. März 2017: Baufahrzeug sabotiert

Am Stillfüssel wurde vermutlich ein Baufahrzeug sabotiert. Leitungen sollen durchtrennt worden sein, infolgedessen sind Betriebsstoffe ausgelaufen. Die polizeilichen Ermittlungsarbeiten sind noch im Gange. Reflexartig werden die Mitstreiter der Bürgerinitiativen in den Verdacht gezogen; diese distanzieren sich durch ihren Sprecher aufs Schärfste davon. Öffentlichkeitswirksam meldet sich auch Entega, vertreten durch Michael Leukam, der für die Unternehmenskommunikation der Entega zuständig ist, zu Wort. Während es in den vergangenen Wochen eher still um die Unternehmenskommunikation in Bezug auf den "Windpark" Stillfüssel bliebt, sah man in diesem Zusammenhang wohl eine willkommene Chance das eigene Unternehmen in einem besseren Licht darzustellen. Famos ist der letzte Satz von Leukam, ganz am Ende des Zeitungsartikels: "Wir sind schockiert darüber, zu welchen kriminellen Handlungen einzelne Personen offensichtlich bereit sind. Sie nehmen dabei auch mögliche Umweltschäden in Kauf". Entega  präsentiert sich damit als Wölfin im Schafpelz, lenkt von sich ab, indem sie mit dem Finger auf andere vermeintliche Bösewichte zeigt, die der Umwelt Schaden zufügen möchten.

Der angebliche Ökostrom-Erzeuger Entega nimmt zeitgleich ganz bewusst und sehr viel schwerwiegendere Umweltschäden für die Errichtung des Windindustrieparks Stillfüssel in Kauf: Pro Windrad sind 5.000 m3 Erdaushub erforderlich! Für die Fundamente werden bis zu 1.500 mBeton mit insgesamt 180 LKW-Fahrten (einfache Wegstrecke) durch Waldgebiet benötigt. dazu werden 180 Tonnen Stahl verbaut. Die Fundamente für die 212 Meter hohen Windrad-Monster wiegen rd. 4.000 Tonnen; das Gesamtgewicht pro Windrad liegt bei zirka rund 10.000 Tonnen, die auf das Erdreich und damit auf den unterirdischen Quellverlauf unserer Trinkwasserversorgung wirken. Die Folgen bleiben noch abzuwarten. Mehr als 7 Hektar Wald werden gerodet, pro Windrad findet 625 m2 Flächenversiegelung statt. Bei allem Respekt - die Verhältnismäßigkeit ist hier wieder einmal nicht gegeben. Zum wiederholten Male möchte sich Entega als Retter für den Klimaschutz darstellen und vernichtet gleichzeitig unwiederbringlich die Natur und Artenvielfalt im Eiterbachtal. Schämen Sie sich, Herr Leukam! Schämen Sie sich für solche Aussagen und überdenken sie die Rolle von Entega als angeblich verantwortungsvoll handelndes Unternehmen. 

OZ vom 15. März 2017

 

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