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18. Januar 2017: BUND sieht keinen Schwarzstorch

Der BUND hält die Genehmigung des Windindustrieparks Stillfüssel für vertretbar. Das ist für sich genommen nicht weiter verwunderlich. Generell spricht sich der BUND für die Errichtung von Windindustrieanlagen in Wäldern aus. Die Verstrickungen zwischen Windkraftlobby und oberer Funktionärsebene des BUND ist spätestens seit der "Affäre" mit Enoch zu Guttenberg allgemein bekannt. Sein Satz "Windkraftlobby und Umweltschützer machen gemeinsame Sache" belastet noch heute den BUND schwer. Das Image als Naturschutzverein ist längst dahin.

Kaum verwunderlich ist es daher, wenn sich nun auch die BUND-Kreisebene, in Person ihres Sprechers Herwig Winter, kräftig in das Geschehen einmischt und ungefragt Stellungnahmen zu artenschutzrechtlichen Belangen im Eiterbachtal abgibt. Winter schließt die Nutzung des Horstes durch den Schwarzstorch aus, obwohl dieser von der Staatlichen Vogelschutzwarte als Fortpfanzungsstelle deklariert wurde. Winter stützt sich dabei wohl auf Erkenntnisse, die ihm Entega-Gutachter Dr. Jürgen Winkler mit seinem Gegengutachten über den Horstfund zugespielt haben muss. Dieses Gegengutachten liegt der BI nicht vor - Entega verweigert bis heute die Einsicht mit den Hinweis auf die Urheberrechte. Mitgewirkt an diesem Gutachten, so die Spekulationen, hat auch ein gewisser Peter Schabel, seines Zeichen ausgewiesener Habichtexperte.

Das eigentliche Ärgernis besteht nun darin, dass sich ein Pseudo-Umweltschützer der Meinung eines No-Name-Gutachter anschließt, die sich wiederum auf die Einschätzung eines weiteren No-Name-Gutachters stützt. Winkler ist Biologe und Schmetterlingsexperte und hat in seinem Leben noch nie einen Schwarzstorch kartiert und vermutlich auch noch nie einen gesehen. Schabel ist - wie bereits erwähnt - ein Habicht-Experte, der in jedem Vogelhorst immer nur den Habicht erkennt und über keinerlei veröffentlichte Expertise in Bezug auf den Schwarzstorch verfügt. Herwig Winter ist allerdings nicht der einzige, der diese Einschätzung der selbsternannten Experten übernommen hat. Mit sehr viel fataleren Folgen für das Stillfüssel hat sich auch Frau Wiertzorke von der Oberen Naturschutzbehörde beim RP DA offensichtlich darauf eingelassen. Eine akribische und ordnungsgemäße Prüfung sieht anders aus. Auch Winter erinnert sich mittlerweile nicht mehr an seine eigenen Forderungen, die er im September des Jahres 2016 in Richtung Regierungspräsidium sendete. Damals verlangte er eine umfassende Untersuchung des Schwarzstorchsvorkommens im Eiterbachtal noch bevor es zu einer Entscheidung kommen könne. Idealer Zeitraum sei dafür die laubfreie Zeit ab Oktober 2016 bis Mitte April 2017. Diese Forderung ist jetzt kein Thema mehr - ihn stört nicht einmal der Genehmigungstermin am 30. Dezember 2016. Typisch BUND!

OZ vom 18. Januar 2017

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