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14. Februar 2017: Demonstration am Stillfüssel

14 02.2017 Rodungen

Rund 150 Menschen fanden sich am 14. Februar 2017 auf dem Stillfüssel ein, um gegen die laufenden Rodungsarbeiten zu demonstrieren. Überraschender Weise trafen die Demonstranten nicht auf ein massives Polizeiaufgebot wie am Vortage. Lediglich zwei ortsansässige Polizisten waren vor Ort und harrten der Dinge aus. In aller Ruhe konnten sich die herbeigeeilten Bürger ein umfassendes Bild über die bereits durchgeführten Rodungen machen. Sofort machte sich Fassungslosigkeit und Ernüchterung unter den Anwesenden breit. Niemand hätte mit diesem Ausmaß der Zerstörung nach nur einem Arbeitstag gerechnet. Der Harvester hatte sich regelrecht "durch den Wald gefressen". Und das wird erst der Anfang sein.

Entega, als künftige Betreiberin des Windindustrieparks Stillfüssel und damit für die Rodungen verantwortlich, wirbt unterdessen auf der eigenen Homepage (Stand 19.2.2017) unverfroren mit dem Slogan "Gute Preise. Gutes Klima. Gute Laune". Blanker Hohn, denn nachweislich stimmt nichts davon. Im Vergleichsportal Verivox landet Entega mit ihren "Öko-Tarifen" weit hinten, denn "gute Preise" sehen nun mal anders aus. "Gutes Klima" klingt zynisch, wenn Windkraftansiedelung im Wald unter dem Deckmantel "Klimaschutz" rücksichtslos vorangetrieben wird, vor allem wenn man weiß, dass unsere Wälder pro Jahr und Hektar rund 10 Tonnen CO2 speichern. Am Stillfüssel werden rund 7 Hektar Wald zum Opfer fallen - eine Fläche für die natürliche Speicherung von 70 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr. Entega schafft mit dem "Windpark" Stillfüssel nach eigenen Berechnungen 22 Tonnen theoretische CO2-Einsparung jährlich. Alleine diese Gegenüberstellung macht den Wahn- und Schwachsinn überdeutlich. Auf die "Gute Laune" brauchen wir nicht weiter einzugehen, die ist in Wald-Michelbach schon lange nicht mehr aufzufinden.

Das Medieninteresse nimmt vor dem Hintergrund des politsch motivierten Genehmigungsbescheids am letzten Arbeitstag des Jahres 2016 weiterhin zu. Neben lokalen Pressevertretern und regionalen Rundfunkanstalten war auch ein Fernsehteam des SWR vor Ort. 

OZ vom 15. Februar 2017

SWR-Fernsehen BW Bericht Landesschau am 17. Februar 2017 

 

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