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21.3.2018: Entega ist zufrieden

Lrm WEA"Laut wie ein Flugzeug": Obwohl sich die Windindustrieanlagen am Stillfüssel noch im Probebetrieb befinden, schlagen die ersten betroffenen Anwohner bereits Alarm. Dabei drehen sich im Moment noch nicht einmal alle fünf Anlagen. Was nun?

Wie so oft beschwichtigt Entega-Sprecher Michael Leukam umgehend. Alles sei in Ordnung und im Bereich der vorgeschriebenen Grenzwerte. Das dürfte damit ähnlich wie beim Messen des Windes sein. Hier kommt Entega auf einen durchschnittlichen Wert von 6,4m/s, den auch niemand so richtig nachvollziehen kann. Gutachten darüber behält Entega mit Verweis auf Wettbewerbsgründen geflissentlich zurück. Zu viel Transparenz kann einfach nicht gut sein. 

Für betroffene Anwohner wie Jürgen Vollmer (siehe Presseartikel) ist dies ein Dilemma. Sie stehen alleine da. Müssen auf Entega und deren geheim gehaltenen Messdaten vertrauen. Ein Gegengutachten selbst in Auftrag geben kostet sehr viel Geld. Noch mehr Geld reinstecken in eine ohnehin schon entwertete Immobilie? Und was wäre, wenn es tatsächlich gelänge überhöhte Grenzwerte nachzuweisen? Würde dann das Regierungspräsidium Darmstadt als Genehmigungs- und Bauaufsichtsbehörde eingreifen? Ausgerechnet die Behörde, die am 30.12.2016, also am letzten Arbeitstag des Jahres, die Genehmigung an Entega mit Hinweis auf eine ordnungsgemäß durchgeführte Prüfung erteilt hat? Wohl kaum. Bislang hat sich die Behörde besonders darin ausgezeichnet, eigene Interpretations- und Entscheidungsspielräume immer zu Gunsten von Entega auszulegen. Eingereichte Gutachten seitens des Betreiber wurden nie angezweifelt. Im Übrigen auch dann nicht, als es den Bürgerinitiativen gelang, den Schwarzstorch 130 Mal zu dokumentieren, während sich der Gutachter von Entega mit zwei Sichtungen zufrieden gab.    

Entega kann also wahrlich (noch) zufrieden sein. Besonders was die Höhe der EEG-Zulagen betrifft. Mit Genehmigung am 30.12.2016 wurden die üpprigeren Subventionen auf 20 Jahre gesichert. Ab 1. Januar 2017 hätte die neue Reform mit deutlich geringeren Sätzen gegriffen. Noch Fragen? Es geht um Millionen von Euros für Entega. Das Schicksal einzelner Betroffener interessiert nicht. Sehr gerne wird in diesem Zusammenhang auch vom "Öffentlichen Interesse" gesprochen. 

Artikel RNZ vom 21.03.2018

Sehr passend dazu nachfolgender Satire-Beitrag:

S’ Uffangwännsche fehlt vom 22.03.2018

 

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