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Gutachten zur öffentlichen Einsicht

Die Bürgerinitiativen Siedelsbrunn und Ulfenbachtal haben sich im März 2016 zusammengeschlossen. Seitdem wurden für Gutachten, Klagen, juristischen Beistand und Öffentlichkeitsarbeit rund 100.000 EUR (Stand 9/2017) aufgewendet. Wir stehen geschlossen zusammen und werden uns weiter für den Erhalt unserer Heimat und Natur einsetzen. Wir werden alle juristisch zur Verfügung stehende Möglichkeiten wahrnehmen, um gegen die bisher genehmigten Windindustrieanlagen im Kreis Bergstraße "Greiner-Eck", "Stillfüssel" und "Kahlberg" vorzugehen.

Unabhängig davon, ob sich diese bereits im Betrieb oder aktuell noch im Bau befinden. Unser Ziel ist und bleibt der Rückbau der Anlagen. Wir geben auch dann nicht auf, wenn die Betreiber vollendete Tatsachen geschaffen haben. Gerichtsverfahren, die sämtliche Instanzen durchlaufen und sich über Monate und Jahre ziehen werden, nehmen wir in Kauf. Ein unabhängiges Gericht kann nach Würdigung der artenschutzrechtlichen Situationen an allen drei Standorten nur zu dem Urteil gelangen: die errichteten Windindustrieanlagen sind wieder abzubauen. Davon sind wir zutiefst überzeugt. Ein Laie erkennt bereits am Genehmigungsdatum der beiden Standorte Stillfüssel und Kahlberg (30. Dezember 2016), dass hier keine ordnungsgemäße Prüfung aller relevanten Kriterien durch das Regierungspräsidium Darmstadt stattgefunden haben kann. Das Gericht wird mit Einsicht auf die Verwaltungsakten weitere Versäumnisse erkennen und offenlegen.

Wir haben uns dazu entschlossen, ausgewählte Gutachten und Stellungsnahmen zur artenschutzrechtlichen Situation, zu veröffentlichen. Dies immer dann, wenn uns der Verfasser dazu seine Genehmigung erteilt hat und dadurch laufende Gerichtsverfahren nicht tangiert werden. Nach und nach werden wir weitere Expertisen veröffentlichen. Bei allen Verfassern bedanken wir uns für die Freigabe. Wir sorgen für Transparenz, denn wir haben nichts zu verbergen. Gutachten der Gegenseite dürfen wir nicht veröffentlichen. Urheberrechte - oder neuerdings auch Wettbewerbsgründe - sprechen aus Sicht der Betreiber dagegen.   

Spenden für neue Gutachten und die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen sind sehr willkommen. Bitte unterstützen Sie uns. Informationen zur Spende erhalten Sie hier.

 

1. Dirk Bernd, Büro für Faunistik und Landschaftsökologie

    Der Schwarzstorch im Odenwald - Brutjahr 2017 - (10/2017)

2. Prof. Dr. Michael Wink, Direktor am INSTITUT FÜR PHARMAZIE UND MOLEKULARE BIOTECHNOLOGIE - Abt. BIOLOGIE, Universität Heidelberg

    Kurzgutachten zur Situation gefährdeter Vogelarten im geplanten Windpark Stillfüssel (8/2017)

3. Dirk Bernd, Büro für Faunistik und Landschaftsökologie

    Schwarzstorch-Studie Odenwald - Brutjahr 2016 - (02/2017)

4. Michael Hahl M.A., Geograph, proreg - Büro für landschafts- u. naturverträgliche Regionalentwicklung und Umweltplanung

    Schwarzstörche im Eiterbach - Stillfüssel - Ökosystem (09/2016)