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13. Februar 2017: Polizei löst Sitzblockade auf

13 03 2017 Demonstration Havester

Mit einem massiven Aufgebot von Sicherheitskräften der Polizei wurde der Beginn von Rodungsarbeiten am Stillfüssel für den Windindustriepark ermöglicht. Die Rodungsarbeiten sind seit Montag, dem 13. Februar 2017 im Gange. Die Polizei fungierte dabei als Erfüllungsgehilfe des "Ökostromerzeugers" Entega und berief sich auf das Hausrecht von Entega, welches sich neuerdings mitten im Wald befindet. Fraglich dürfte sein, wer die Rechnung für das masive Polizeiaufgebot tragen wird. Es ist zu vermuten, dass man es der "armen" Entega nicht in Rechnung stellen wird; dafür darf der Steuerzahler aufkommen.

30 unerschrockene Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Bürgerinitiativen hatten sich dem Harvester in den Weg gestellt. Als die Polizei gleich von zwei Seiten zugriff, wurde die Blockade sitzend fortgesetzt. Ohne größeren Erfolg - zu ungleich war das Kräfteverhältnis. Die Demonstranten wurden zur Seite befördert. Unnötig war das überharte Eingreifen weiblicher (!) Polizistinnen gegen eine Mitstreiterin der BI, die sich mit Verdacht auf eine ausgekugelte Schulter am Wegesrand wiederfand und im Anschluss unter Schmerzen von einem Notarztwagen in das Krankenhaus befördert werden musste. Zuvor fiel den Demonstranten bereits auf, dass am Harvester Öl austrat. Trotz entsprechender Anzeige bei der Polizei wurde dieser in das Rodungsgebiet geleitet - ein weiteres Ärgernis, welches die Polizeibeamten vor Ort mit als "nicht zuständig" abtaten.

Entega selbst wird sich als Siegerin feiern. Still und heimlich im fernen Darmstadt natürlich, denn mit öffentlichen Stellungnahmen und Kommentaren hält sich die selbsternannte "Ökostromanbieterin" inzwischen auffällig zurück. Stolz wird man darauf sein, einen massiven Polizeieinsatz gegen Naturschützer organisiert und zum Erfolg gebracht zu haben. Zusätzlich wurde ein privater Sicherheitsdienst engagiert, der die Rodungsarbeiten Tag und Nacht überwachen wird. Schließlich darf kein Tag für Rodungsarbeiten verloren gehen. Nur so kann die Energiewende in Wald-Michelbach geschafft und der globale Klimawandel aufgehalten werden (Vorsicht: Satire!). Auch dürfte jetzt jedem Bürger klar geworden sein, wer hier der tatsächliche "Herr im Hause" bzw. Walde ist. Und auch, dass mit diesem nicht zu scherzen ist.   

OZ vom 14. Februar 2017