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21. Oktober 2016: Entega plant Zuwegung

Zuwegung VermessungEntega plant die Errichtung des Windindustrieparks mit sechs jeweils 212 Meter hohen Windkrafträdern auf dem Höhenrücken Stillfüssel mit selbstzufriedener Beharrlichkeit weiter und ignoriert damit bewusst die eindeutig nachgewiesene artenschutzrechtliche Konfliktlage im Eiterbachtal. Ziel ist es, das Eiterbachtal in eine Industrielandschaft zu verwandeln. Fassungslos müssen immer mehr besorgte Bürgerinnen und Bürger den aktuellen Planungen und Vermessungen im Wald zwischen Zollstock und Adlerstein zusehen (unser Foto). Von Transparenz keine Spur. Bis heute bliebt die im Mai 2016 von Entega angekündigte Informationsveranstaltung
für die betroffene Bevölkerung in Wald-Michelbach über die vorgesehenen Transportrouten (sogn. „Zuwegung“) der Industrieanlage in den Wald aus. Ebenso wurden bis heute keine Daten zur gemessenen Windhöffigkeit veröffentlich, die Aufschluss auf die künftige Wirtschaftlichkeit des Windindustrieparks geben könnte.

Woher kommt diese Selbstzufriedenheit, Fakten einfach zu negieren und sich gegen eine zunehmend aufgeklärtere Bevölkerung stellen zu wollen? Warum setzt ein regional tätiger Energieversorger sein Image derart aufs Spiel? Wohlwissend, dass bei einer Betriebsdauer der Windräder zwischen 20 und 30 Jahren ein schnelles Vergessen in der Gemeinde über zwei Generationen hinweg unmöglich sein wird.

Die Antwort auf beide Fragen ist schnell gefunden: schlichte Geldgier! Während zigtausend Bürgerinnen und Bürger ihre Heinmat und Identifikation dazu verlieren werden, kassiert Entega aus dem fernen Darmstadt fleißig Subventionen unter dem Deckmantel einer sinnfreien und gescheiterten Energiepolitik. Zug um Zug wird versucht, jede noch so stichhaltig vorgebrachte Einwendung im laufenden Verfahren ad adsurdum zu führen. Anstatt die Gesamtsituation im intakten, naturbelassenen Eiterbachtal zu würdigen, werden Sachverhalte jeweils isoliert voneinander betrachtet, aus dem Zusammenhang gerissen und durch schlichte Gegenbehauptungen untergraben. Aktuell entwickelt sich dadurch ein Gutachterstreit um den Fund des Schwarzstorch-Horstes im Eiterbachtal. 

Es bleibt einzig und allein die Hoffnung, dass keine Genehmigung erteilt wird. Alles andere würde zu einer unwiederbringlichen Zerstörung von Natur und Landschaft führen.