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21. Juli 2016: Die Perle des Neckartals verblasst

Fundament GreinerEck

Trotz Bausstopp-Antrags und ausstehendem Gerichtsurteil sorgen Planer und Betreiber des Windindustrieparks "Greiner Eck" nahe Hirschhorn für vollendete Tatsachen. Das erste von vier Fundamenten wurde am 19. und 20. Juli 2016 in Beton gegossen. Insgesamt waren dafür 120 LKW-Transportfahrten notwendig geworden. Wie kann ein solches Verhalten von Planer und Betreiber eingeordnet werden? Ist es hellseherische Siegesgewissheit oder einfach Dreistigkeit, die sich in diesem Vabanquespiel zur Schau stellen? Natürlich sind die Baumaßnahmen legal, da es sich um eine Genehmigung mit Sofortvollzug handelt. Ist das aber gleichzusetzen mit einem Persilschein, der es erlaubt alles andere auszublenden, um die eigenen Interessen bedingungslos zu sichern? Dem Pressebericht der RNZ vom 21.7.2016 ist zu entnehmen, dass Planer Jürgen Simon in diesen Tagen besonders bemüht sei, Vorurteile zu entkräften. Laut Simon sei es normal, dass die Baustelle im Moment so schlimm aussehe. Vielmehr solle man sich in einem Jahr wiedertreffen. Dann sehe alles schon wieder sehr viel harmloser aus. Ähnlich argumentierte im Zusammenhang mit der Genehmigung der Windindustrieanlage am Greiner Eck bereits BUND-Regionalverbandsvorsitzende Dr. Bärbel Andres mit nachfolgender, geradezu bahnbrechender Weisheit: "Das Landschaftsbild wird zwar verändert, ob dies aber negativ oder positiv empfunden wird, unterliegt einer eher subjektiven Beurteilung“ (hier nachzulesen). So einfach kann das Leben sein. 

Bei allen Beschwichtigungen - eines dürfte bereits heute klar sein: Die "Perle des Neckartals", mit der sich die Stadt Hirschhorn lange Zeit selbst angepriesen und vermarktet hat, dürfte unwiederbringlich verblassen, wenn nicht doch noch das Undenkbare geschieht und ein Gericht die Baugenehmigung endgültig stoppt. Dann müsste alles auf Kosten von Planer und Betreiber zurückgebaut werden. Wir drücken unseren Freunden von der BI Gegenwind Greiner Eck alle Daumen und hoffen auf ein positives Urteil, damit die weitere Umweltzerstörung in letzter Sekunde doch noch gestoppt werden kann. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Weitere Informationen hier.

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