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23. Juni 2016: Was will unser Landrat?

Diese Frage wollten die Bürgerinitiativen Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal im Rahmen einer Protestkundgebung vor dem Landratsamt in Heppenheim am 23. Juni 2016 Herrn Christian Engelhardt eigentlich gerne persönlich stellen. Leider war der Dienstherr aus Termingründen außer Haus.

Es wäre einfach zu schön gewesen, eine klare Stellungnahme des Landrats in Bezug auf die geplanten Windindustrieanlagen im UNESCO Geo-Park zu erhalten. Schließlich beschäftigt sich seine Untere Naturschutzbehörde bereits seit dem 3. Mai 2016 (!) mit einem Antrag auf Demontage des Windmessmastes auf dem Höhenrücken "Toter Mann". Dieser rund 130 Meter hohe Mast stellt durch seine gespannten Drahtseile eine aktue Gefährdung der unter Artenschutz stehenden Vögel dar, die dort ihren Lebensraum haben. Nachweise über Wespenbussard, Schwarzstorch und Rotmilan liegen den Behörden mit Bilddokumentationen und Zeugenaussagen inklusive gutachtlicher Bestätigung vor. Final bestätigt wurde dies nun auch vom Kreisbeauftragten für den Vogelschutz Bergstraße. Obwohl Herr Engelhardt persönlich in den Fall involviert und Gefahr im Verzug ist, sind nun bereits acht Wochen ohne Ergebnis verstrichen, ob die Genehmigung für den Mast rückgängig gemacht werden kann. Als der Protest lautstark vor der Wasser- und Naturschutzbehörde in der Walter-Rathenau-Straße fortgesetzt wurde, standen die Demonstranten vor verschlossenen Türen. Niemand aus der Behörde suchte das Gespräch oder war zu einer Stellungnahme bereit.

Am frühen Nachmittag wurden dann auch die verantwortlichen Entscheider bei Entega mit dem Sachverhalt konfrontiert. Hier wurde wenig Verständnis signalisiert. Der Sachverhalt wurde "zur Kenntnis" genommen - mehr aber auch nicht. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Wen interessieren vor dem Hintergrund einer Investitionssumme von mehr als 30 Millionen Euro für die Erichtung der Windindustrieanlage auf dem Stillfüssel ein paar umherfliegende Vögel?

Unweigerlich beschleicht dem Bürger das Gefühl, von Entscheidungsträgern und Behörden alleine gelassen zu werden. Dies gilt im Übrigen auch für die kommunalen Entscheidungsträger. Keiner zeigt Interesse an unserer intakten Natur. Keiner fühlt sich für unsere artengeschützten Vögel verantwortlich. Niemand ist stolz darauf, dass sich der Schwarzstorch bei uns angesiedelt hat. 

Wir sind gespannt, wann endlich Klartext gesprochen und sich gegen Windkraft in unserer Region ausgesprochen wird!

Wie bedrohlich die aktuelle Situation für die Vögel sind, vermitteln eindrucksvoll nachfolgende Fotos vom 29. Juni 2016.

Wann reagiert unser Landrat Christian Engelhardt? Wann nimmt er aktiv Einfluss auf die Entscheidungsfindung seiner Behörde?

Messmast ToterMann IMessmast ToterMann II

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressebericht

Flyer Demonstrationsaufruf 23. Juni 2016

 

Termine:

Keine Veranstaltungen gefunden

 

Wussten Sie, dass Windräder Grundstücke entwerten? 

JA, das wussten Sie bereits oder haben es zumindest vermutet. Sie hoffen sicherlich, dass Ihnen das als betroffener Bürger von Wald-Michelbach oder anderswo mit der eigenen Immobilie nicht passiert. Weit gefehlt. Schon heute weisen Immobilienmakler auf die Risiken hin und raten dringend an, auf mögliche Störfaktoren in der Umgebung zu achten. Dazu zählen auch, wen wundert es, Windräder. 

Kann ein Betrag zur Klimarettung etwa ein Störfaktor in unserer Gesellschaft sein? Wir Deutschen sind doch alle so positiv für die Klimarettung eingestellt. Jeder will sie. Dennoch ist es nun ein Makel, wenn eine Immobilie direkt an einem Wind-"park" liegt? Fakt ist, dass der Staat mit seiner fehlgeleiteten Energiepolitik viele seiner Bürger zwangsweise enteignet. Entschädigung gleich Fehlanzeige, da "Öffentliches Interesse" immer als Argument überwiegt. Deutschland ist eine Lachnummer. Leider. 

WEA werten Grundstck ab

 

Hier geht es zum Ratgeber der Naspa
Prof. Dr. Michael. Elicker, Staatsrechtler | Beitrag zur entschädigungslosen Enteignung des Häuslebauers